Erinnerungen an den Schnee

Trotz Klimawandel konnten wir mit Fug und Recht behaupten, Jahr für Jahr die Wintersaison von ihrer schönsten Seite erlebt zu haben: mit ausreichend viel Schnee. Doch heuer ist alles anders. Möge der Abgesang an die weiße Pracht zu früh kommen. Sie würde uns fehlen.

Wir hoffen, dass dieser Beitrag einmal nicht für nachfolgende Generationen als Muster dient, wie schneebedeckte Landschaften in unseren Breitengraden ausgesehen haben. Wir wollen auch nicht in einen depressiven Kanon verfallen: „Es war einmal … der Schnee.“ Allerdings erfüllt es uns schon mit ein wenig Wehmut, wenn wir in diesem Winter kein einziges Mal in der Loipe stehen, bei Spaziergängen nur auf Asphalt laufen und die mit Spinnweben überzogene Schneeschaufel im Eck stehen lassen können.

Für die Erinnerungen an den „ausgefallenen“ Schnee muss ein bisher noch nicht veröffentlichtes Archivfoto herhalten. Es entstand am 8. Februar 2012 auf dem Rauschberg bei Ruhpolding. Ähnliche Panoramen hätten wir auch dieses Jahr gern genossen. Doch dem wird wohl nicht so sein.

Ungewöhnlich für die Jahreszeit
Stattdessen saßen wir im Februar bei Kaffee und Kuchen auf der heimischen Terrasse und labten uns an den warmen Sonnenstrahlen. Angenehm und sicherlich ungewöhnlich für die Jahreszeit, jedoch steckt darin des Rätsels Lösung. Warten, bis ein imaginäres Astralszenario eintritt, kann lang dauern. Im besagten (Schnee-)Fall wohl zu lang.

Ein Kardinalfehler, den wir bei unseren Reisen ansonsten tunlichst vermeiden. In der Zwischenzeit dreht sich die Welt mit neuen Facetten weiter. Sie wahrzunehmen und zu erleben ist eine Bereicherung für unser Leben. Auch wenn es nur ein Winterpanorama ohne Schnee ist.

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