Alle guten Dinge sind drei

Alle guten Dinge sind drei

Manchmal treffen Worte und Wirklichkeit präzise aufeinander. Das Sprichwort „Alle guten Dinge sind drei“ umschreibt treffend jenen Kontext, der unsere Leidenschaften auf besondere Weise vereint: das Reisen, die Fotografie (nicht selten in bewegten Bildern) und das Wohnen auf Rädern. Dass wir diese drei Elemente gemeinsam leben können, empfinden wir als großes Glück. Es ist keineswegs selbstverständlich. Und gerade deshalb so kostbar.

Unser Reiseaktivitäten sind facettenreich, voller Eindrücke und dem Wandel unterworfen. Diese Vielfalt bereichert, aber sie fordert auch. Vielleicht liegt darin einer der Gründe, weshalb wir – Stand jetzt – auch nach dem Berufsleben nicht dem Konzept eines durchgehenden Nomadentums folgen möchten. Zwischen den Reisen braucht es bewusst gesetzte Pausen. Zeit, um zu sortieren und zu reflektieren. Das Journal dient dabei auch als Ort der gedanklichen Verarbeitung – eine Form des „Nachreisens“, die wir uns ganz bewusst gestatten.

In dieses Intervall fällt auch die fotografische und videografische Aufbereitung unserer Erlebnisse. Sie ist für uns mehr als reine Dokumentation – sie ist ein kreativer Prozess. Ein Weg, um Eindrücke greifbar und sichtbar zu machen. Wir haben zuletzt mit Bedacht und aus Überzeugung gezielt in hochwertiges Equipment investiert. Denn wer mit offenen Augen reist, sieht nicht nur. Er beginnt zu beobachten. Die Reisefotografie führt uns tiefer in die Orte hinein, schärft den Blick für Details, Lichtstimmungen, Zwischentöne. Sie lädt uns ein, die Welt nicht nur zu bereisen, sondern sie wirklich zu erfassen.
Und dann ist da noch die dritte Facette, die unser Unterwegssein prägt: das Leben im Wohnmobil. Was in der Theorie begann, ist für uns zu einer lieb gewonnenen Form des Reisens geworden. Zugegeben – es erfordert Erfahrung, Anpassungsfähigkeit und gelegentlich auch Improvisation. Doch zugleich eröffnet es uns neue Perspektiven, neue Begegnungen, neue Freiheiten. Das Wohnmobil ist für uns weit mehr als ein Fortbewegungsmittel – es ist ein vertrauter Rückzugsort in der Fremde. Es ermöglicht uns, dem eigenen Rhythmus zu folgen, ohne dabei auf Komfort oder Flexibilität zu verzichten.

Im Journal spiegeln wir das Zusammenspiel dreier Leidenschaften wider, die uns in Kombination beflügeln. Nicht als Anleitung – dafür sind Reisen und Lebensentwürfe zu individuell –, sondern als Einladung: hinzuschauen, neugierig zu bleiben und den Alltag immer wieder mit neuen Augen zu sehen. Denn wir wissen: Jeder Tag unterwegs ist ein Geschenk. Und wir möchten ein Stück davon weitergeben.

Foto: 
Schiessentümpel im Müllerthal / Luxemburg

Fassung des Artikels:
6. Juli 2025

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